ANGKOR WAT

Angkor Wat
Schwierig. Wo soll man bei diesem Thema beginnen? Angkor Wat. Megalotropolis der Khmer. Zeichen ihrer damaligen Überlegenheit. Ausdruck ihrer Genialität. Das Tempel-Mekka Asiens, das wir uns schon zum Sonnenaufgang mit tausenden anderen Pilgern teilen. Acht Stunden stiefeln wir durch die Anlage und haben trotzdem nicht alles gesehen. Angkor Wat ist übrigens nur eine von vielen. Der gesammt Komplex nimmt eine Gesamtfläche von mehr als 200 km² ein. Bis heute wurden bereits mehr als 1000 Tempel und Heiligtümer unterschiedlicher Größe entdeckt. Man vermutet, dass im Großraum von Angkor am Höhepunkt des historischen Königreiches bis zu einer Million Menschen auf etwa 1000 km² gelebt haben könnten. Einfach gigantisch. Angkor Wat war damit bis zur industriellen Revolution die größte Stadt der Welt. Tja, der Rest steht in den Geschichtsbüchern. Wir können unser Tempel-Hopping einfach nicht chronologisch aufzählen. Sie alle sind wunderbar, speziell, einzigartig. Und doch braust uns spätestens am Nachmittag der Schädel. Geschuldet ist das wohl der Hitze, aber auch einem begrenzten Auffassungsvermögen. Wir sollten jedoch erwähnen, dass Angkkor Wat quasi seit seiner Errichtung immer in Gebrauch war. Es ist das Nationalsymbol der Khmer, das Epizentrum ihrer Zivilisation. Quelle großen nationalen Stolzes. Angkor Wat ziert sogar die Nationalflagge. Vom gleichnamigen Bier ganz zu schweigen. Interessant ist auch, wenn man etwas hinter die Kulissen schaut. Angkor Wat wird von uns Bewunderern zu Tode geliebt. Einerseits ist der Tourismus ein Segen für die Wirtschaft des Landes. Andererseits schadet er der Anlage: Der Andrang ist manchmal kaum zu bewältigen, die Grundmauern sind instabil, an den Wänden verewigen sich die Besucher mit Graffiti. Die Besucherzahlen wachsen immer weiter. Die Abnutzung ist gewaltig. Wenn täglich an die 6000 Hände die Reliefs und Steine betatschen, fängst an zu bröckeln…
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Bei einem Eintrittspreis von 20 Dollar für das Tagesticket und angesichts der Massen, die mit uns durch die Gegend tingelten, haben wir uns gefragt, was die wohl so einnehmen müssen. Im Internet ist von 2 Millionen Besuchern im Jahr zu lesen. Angkor ist natürlich im Besitz des Landes. Aber die Regierung hat den Ticketverkauf an eine Privatfirma vergeben. Die bekommen 15 Prozent, der Rest geht ans Finanzministerium. Die Rechnung ist ja einfach.
4000000 Millionen Dollar im Jahr, 6 000 000 kriegt die Firma. Was aber fängt die Regierung mit dem Geld an. Die Restauration, lesen wir, ist meistens cofinanziert. China, Indien, Deutslchand, sie alle sind fleißig am Erhalt des Unesco Welterbes beteiligt. Der Rest fließt wohin? Das ist nirgendwo online zu finden.

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Was uns besonders beeindruckt hat? Alles. Es riecht nach Vergänglichkeit. Der Ort ist mystisch. Besonders in Angkor Thom, wo sich der Wald seinen Platz zurückerobert. Die zerfallenen Türme und Wände der Tempel sind fest von mächtigen, jahrhundertealten Bäumen umschlungen. Die Reliefe von Moos und Kletterpflanzen überzogen. Ein verwunschener Ort. Nahezu hypnotisch bezirzt Bayon, auf dessen Haupttürmen 216 riesige, mal kalt, mal beseelt lächelnde Gesichter thronen. Es ist einfach gigantisch und man fragt sich, warum heutzutage niemand mehr so etwas magisches bauen tut. Architekten dieser Welt, back to the roots, please.

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